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Multimedia-Archiv

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Hier stellen wir Ihnen Audio-Mitschnitte unserer Vortragsveranstaltungen zur Verfügung. Neben der Nutzung auf normalen Computern lassen sich die Inhalte auch auf mobile Endgeräte - wie MP3-Player - übertragen und abspielen. Endlich sind damit auch wissenschaftliche Vorträge orts- und zeitunabhängig nachhaltig nutzbar (Achtung: es werden nur Browser unterstützt, die einen Medienplayer inkludiert haben). Das Archiv wird kontinuierlich erweitert.

 

 

 

GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT IM ANTHROPOZÄN: Was haben Gleichstellungspolitik und Klimapolitik gemeinsam?

Vortrag von Frau Prof.in Dr. Sibylle Bauriedl (Aigner-Rollett Professorin im Sommersemester 2017) im Rahmen der Veranstaltung "Auszeichnungen gemäß Anreizsystem für Frauenförderung" am 4. April 2017

Seit der Industrialisierung sind die menschlichen Eingriffe in das Ökosystem so massiv, dass sie geologische Spuren hinterlassen haben. Gerade wurde das Erdzeitalter des Anthropozäns ausgerufen. Oder handelt es sich um ein Androzän? Industrialisierung ist gekennzeichnet durch eine ressourcenintensive Warenproduktion und Massenkonsum aber auch durch eine hierarchisch strukturierte globale und geschlechtliche Arbeitsteilung. Im Vortrag wird den strukturellen und diskursiven Verbindungen dieser beiden Aspekte nachgegangen und Geschlechtergerechtigkeit als zentrales Kriterium von Klimagerechtigkeit zur Diskussion gestellt. Es werden aktuelle Ergebnisse zur Bedeutung von Geschlechterverhältnissen in der internationalen Klimapolitik, der Transformation der Energieversorgung und der Klimaforschung vorgestellt.  

ZUM VORTRAG

 

 

 

NORMALITÄT - MACHT - BILDUNG: Rassismus als Norm an Universitäten

Vortrag von Frau Dr.in Emily Ngubia Kessé (Humboldt Universität Berlin) im Rahmen der Veranstaltung "Zertifikatsverleihung an die Absolventinnen des Karriereprogramms" am 5. Dezember 2016

Rassismus ist an der Tagesordnung für Studierende of Color an deutschsprachigen Universitäten und durchzieht alle Ebenen des Bildungsverlaufs - angefangen mit der Kita bis hin zur Universität. Vorstellungen von Normalität sowie Machtverhältnisse sind in der Wissenschaft und an der Universität strukturell eng miteinander verwoben: Dies betrifft die Wissensproduktion selbst sowie Handlungen und Strukturen in Forschung, Lehre und Studium. Die Ausübung von Rassismus ist nicht abhängig von guten oder schlechten Gefühlen oder Absichten gegenüber Schwarzen Menschen und People of Color durch Weiße. Rassismus ist ein System, welches Weißsein kontinuierlich in das Zentrum stellt und Schwarzsein als das minderwertige Andere konstruiert. Emily Ngubia Kessé zeigt inwiefern rassistische Normalität in der Hochschule erzeugt und aufrechterhalten wird. 

ZUM VORTRAG

 

 

 

 

Masculinity and Fatherhood among men with turkish migration history in Europe

Vortrag von Frau Prof.in Hande Birkalan-Gedik im Rahmen der Veranstaltung "Anreiz-System" am 7. Juni 2016

Since the ground-breaking study of Raewyn Connell, a plurality of masculinity studies has burgeoned in the field of men`s studies. In the last three decades, the abundance in this area also included studies on masculinities and fatherhood, mostly focusing on different fathers and fathering practices. Rarely, however, fatherhood and masculinities were considered from the angle of religion, in our case, Islam. I will present parts of my ethnographic research I conducted in 2014-2015 (funded by TUBITAK 2219 Program) in Rhein-Main Region in Germany. I mainly rely upon and extract data from my research, where I have worked with fathers with a migration history from Turkey. I aim to establishing an idea of fatherhood in relation to the manly habitus, which is characterized by a number of social divisions or inclusions and exclusions, all of which are widely framed in a framework of intersectionality. considered as such, Islam and the representation of "migrant man" and "migrant masculinity" will be important aspects of this presentation. I will evaluate concepts such as "migrant", "muslim" and "man" and will show new perspectives on religion, particularly on Islam, since a great deal of my informants also embodied a religious habitus of their own in their fatherhood practices. 

ZUM VORTRAG

 

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(Anti-)Feminismus im Social Web 

Vortrag von Dr.in Ricarda Drüeke im Rahmen der Reihe AUFFRISCHUNG:GENDERTHEORIEN am 14. April 2016

Ricarda Drüeke, Postdoc am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, zeigt, wie feministische Bewegungen und feministische Protestformen sich seit dem Beginn der Frauenbewegung vielfältiger Medien bedient haben. Mit dem Internet bzw. dem Social Web sind weitere Formen und Plattformen für politischen Aktivismus entstanden. So wurde beispielsweise mit Hilfe des Hashtags #aufschrei über Twitter sexuelle Belästigung und Gewalt thematisiert und damit eine breite mediale Debatte über feministische Protestartikulationen im Internet in Gang gesetzt. Auch aktuell werden mit dem Hashtag #ausnahmslos feministische Protestartikulationen sichtbar und damit die Debatte über die sexuellen Übergriffe in Köln um feministische Positionen erweitert. Gleichzeitig zeigt sich in zahlreichen Gegenreaktionen wie umkämpft Themen sind, die Feminismus bzw. Geschlechterverhältnisse betreffen. Gerade im Social Web werden feministische und geschlechterpolitische Positionen sowie deren Protagonist_innen delegitimiert und angegriffen. Anhand des Beispiels von antisexistischen Hashtags wie #aufschrei und #ausnahmslos werden gegenwärtige Formen feministischer Protestartikulationen und deren Chancen eines Empowerment aufgezeigt, gleichzeitig wird anhand von Debatten auf antifeministischen Social Media-Plattformen und Internetseiten die Ambivalenzen des Internets verdeutlicht: Als vermachteter Raum mit antifeministischen Angriffen auf der einen Seite, der jedoch auf der anderen Seite auch Nischen bereitstellt, in denen sich neue Kommunikationsformen etablieren sowie gesellschaftliche Verhältnisse reflektiert und umgedeutet werden können.

ZUM VORTRAG

 

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Von anderen selbstbestimmt - gehört mein Bauch noch mir?
Zeugung, Schwangerschaft und Geburt im Kontaxt aktueller medizinischer Technologie.

Vortrag von Kathrin A. N. Jarz M.A. BA. im Rahmen der Reihe TO BE PUBLISHED am 18.4.2016

Die geschlechtliche Reproduktion sowie die Geburt sind wissenschaftlich-technisierte, rationalisierte und ökonomische Prozesse der postmodernen Gesellschaft. Der (schwangere) Körper ist dabei die zentrale Voraussetzung für den wissenschaftlichen und medizinischen Zugriff, er ist Schnittstelle moderner Techniken der Reproduktion, Entscheidungsort über Leben und Tod von „beeinträchtigten“ Ungeborenen und pathologisiertes Objekt in der Medizin.

Kathrin A. N. Jarz ist Absolventin des Masterstudiums Geschlechterstudien der Uni Graz, Referentin für feministische Politik der ÖH/Uni Graz und freie Redakteurin von "Die Woche".

ZUM VORTRAG (Videoaufnahme)

 

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AKTUELLER DISKURS IM UNIVERSITÄREN MENTORING an der Schnittstelle zwischen Nachwuchsförderung und Strukturveränderung“

Vortrag von Mag. Dr.in Angela Wroblewski (IHS Wien) am 22.6.2015

Die Soziologin Angela Wroblewski, Senior Researcher am Institut für Höhere Studien in Wien, setzte sich in ihrem Vortrag „AKTUELLER DISKURS IM UNIVERSITÄREN MENTORING an der Schnittstelle zwischen Nachwuchsförderung und Strukturveränderung“ mit internationalen Erfahrungen mit der Umsetzung von Mentoring auseinander. In diesem Kontext wurden unterschiedliche aktuell diskutierte Ansätze wie Sponsorship (Sylvia Ann Hewlett) und der Bifocal Approach (Jennifer de Vries) vorgestellt und das Potenzial von Mentoring-Programmen für Veränderung auf organisationaler Ebene untersucht.  

ZUM VORTRAG

 

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ZUM VORTRAG (ca. 37 Minuten)

"Military, metaphors and masculinity: The construction of gender practice in leadership studies"

Vortrag Prof.in Sara Louise Muhr (Copenhagen) am 13. März 2015

Copenhagen Business School

 

Führung - "Leadership" - ist ein schillerndes Konstrukt. Metaphern helfen, dieses Konstrukt zu verstehen, indem sie uns eine Annäherung erlauben, ohne die "objektive Realität" als solche kennen zu müssen. Der Vortrag beleuchtet den Gebrauch der Militär-Metaphorik im Kontext von Führung und Männlichkeit. Er diskutiert die Konsequenzen, die mit einem idealisierenden und unreflektierten Gebrauch dieser Metaphorik verbunden sind - sowohl für die Führungsforschung wie auch für die Führungspraxis.

 

Prof.in Sara Louise Muhr, PhD, Professorin am Department of Organization der Copenhagen Business School und Aigner-Rollett-Gastprofessorin war im Sommersemester 2015 Gast am Institut für Personalpolitik.

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ZUM VORTRAG  (ca. 48 Minuten)

Transnationalization and Its Absence:

The Balkan Semiperipheral Perspective on Masculinities

Vortrag  Dr. Marina Hughson (Blagojevic), Belgrad (20. März 2014)

University of Belgrad, Yugoslavia

 

Frau Dr.in Marina Hughson (Blagojević) ist Soziologin und eine Gender-Expertin, sie war Universitätsprofessorin an der Universität Belgrad und Gastprofessorin in den verschiedensten Ländern. Zuletzt arbeitete sie am Institute for Criminological and Sociological Research in Belgrad, derzeit ist sie hier an der Universität Graz die aktuelle Aigner-Rollett-Gastprofessorin für Frauen- und Geschlechterforschung, die im Sommersemester 2014 an der Fakultät für Geisteswissenschaften, am Zentrum für Südosteuropastudien angesiedelt ist.

 

Dieser Vortrag basiert auf dem gleich benannten Titel des kürzlich erschienenen Buchs ”Rethinking Transnational Men: Beyond, Between and Within the Nations” (ed. By Jeff Hearn, Marina Blagojevic and Kathrine Harrison, Routledge, 2013).

 

 

 

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ZUM VORTRAG (ca. 39 Minuten)

"Gleich oder doch ganz anders? Identitätsarbeit männlicher Kleinkindbetreuer"

Vortrag Prof.in Dr. Julia Nentwich, St. Gallen (29. Jänner 2013)

Universität St. Gallen, Schweiz

 

Männer in Frauenberufen erleben in ihrem Arbeitsalltag häufig eine "identity dissonance" (Warin, 2005). Sie werden im Kontext der Kinderkrippe qua ihres Geschlechts als unpassend, wenn nicht gar gefährlich erlebt, sind aber heutzutage zugleich sehr erwünscht, da sie die so häufig als fehlend wahrgenommene männliche Vorbildfunktion übernehmen können.

Wie gehen Männer mit diesen kontroversen Zuschreibungen um? Dieser Frage geht Frau Prof.in Nentwich in ihrem Vortrag anhand einer diskurspsychologischen Analyse problemzentrierter Interviews mit ausgebildeten männlichen Kleinkindbetreuern nach. Die Interviews wurden im Forschungsprojekt "Puppenstuben, Bauecken und Waldtage: (Un)doing gender in Kinderkrippen" erhoben. Das Projekt untersucht die Geschlechterarrangements in Deutschschweizer Kinderkrippen mittels qualitativer Interviews, videounterstützter ethnographischer Beobachtung sowie einer fotographischen Raumanalyse.

Gastprofessorin Julia Nentwich ist Assistenzprofessorin an der Universität St. Gallen in der Schweiz.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 53 Minuten)

"Alter(n) in Bewegung"

Vortrag Prof.in Ilse Hartmann-Tews, Köln (13.Juni 2012)

Deutsche Sporthochschule Köln

 

Das Phänomen Alter(n) unterliegt einem gesellschaftlichen Wandel: immer mehr Leute werden immer älter und müssen sich bemühen, auch im höheren Alter gesund und mobil zu bleiben. Inwieweit ist dieser Prozess durch die Geschlechterordnung geprägt? Stellt sich das Älterwerden für Frauen anders dar als für Männer? Welchen Stellenwert hat die sportliche Aktivität in diesem Kontext? Diesen Fragen ging der Vortrag anhand von theoretischen Überlegungen und empirischen Befunden nach.

Ilse Hartmann-Tews ist Hochschullehrerin am Institut für Sportsoziologie der DSHS Köln und Leiterin der Abteilung Geschlechterforschung.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 52 Minuten)

"IMAGINING THE (QUALITY) UNIVERSITY OF THE FUTURE"

Vortrag Prof.in Louise Morley, Sussex (30.Jänner 2012)

Centre for Higher Education and Equity Research, CHEER, University of Sussex, UK

 

Quality assurance is a hegemonic discourse, yet it is applied partially and selectively to certain aspects of higher education. Higher education today is characterised by a mixture of hyper-modernisation via the development of global, entrepreneurial, corporate, commercialised universities and speeded up public intellectuals on the move. This is often underpinned by the archaism of poor quality employment and learning environments, globalised gender inequalities and elitist patterns of participation.

Change has been rapid and extreme. Counter hegemonic advocates did not necessarily predict the scale of neo-liberal and austerity driven change in higher education. Traditionalists did not foresee the industrialisation, massification and introduction of a mixed economy in higher education. The academic imaginary has tended to be harnessed to crititque, rather than to engage in futurology. Desire, as well as loss, needs to be considered. Questions about the desired morphology of the (quality) university of the future seem to be eclipsed by pressing concerns in the present.

Louise Morley ist Professorin für Bildungs- und Erziehungwissenschaften und Leiterin des "Centre for Higher Education and Equity Research" (CHEER) an der Universität Sussex in England.

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ZUM VORTRAG (ca. 51 Minuten)

"Testimonies, Visualities, Hope: Romani Women, the Holocaust and the Visual History Archive"

Vortrag Prof.in Ethel Brooks, New Jersey, USA (1. Dezember 2011)

Departments of Women`s and Gender Studies and Sociology at Rutgers University, New Jersey, USA

Ethel Brooks ist assoz. Professorin am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung und Soziologie an der Rutgers University, New Jersey, USA.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 52 Minuten)

"Klassikerinnen der philosophischen Geschlechterforschung: BEAUVOIR, IRIGARAY UND BUTLER NEU GELESEN"

Vortrag Univ.- Doz.in DDr. Silvia Stoller, Wien (9. Mai 2011)

Institut für Philosophie, Universität Wien

 

Die Klassikerinnen der philosophischen Geschlechterforschung sind in die Jahre gekommen. Selbst die Veröffentlichung von Judith Butlers "Unbehagen der Geschlechter" liegt mittlerweile schon 20 Jahre zurück. Was bedeutet diese Vergeschichtlichung der Geschlechterforschung? Ausgehend von dieser Frage ist dieser Vortrag mit den drei Hauptvertreterinnen der philosophischen Geschlechterforschung im 20. Jahrhundert befasst: mit Simone de Beauvoir, Luce Irigaray und Judith Butler. Diese zeitliche Distanz ermöglicht eine befreite Perspektive auf die feministische Theoriebildung und kann eine produktive Neubewertung in Gang setzen: Beauvoirs existenztheoretischer, Irigarays differenztheoretischer und Butlers konstruktionstheoretischer Ansatz schließen einander nicht nur nicht aus, sie haben allesamt auch nichts an Aktualität eingebüßt.

Gastprofessorin Silvia Stoller ist Philosophin und Universitätdozentin am Institut für Philosophie der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Feministische Philosophie, Gender Studies, Phänomenologie und philosophische Anthropologie (Schmerz, Liebe, Alter, Lachen).

 

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ZUM VORTRAG (ca. 1 Stunde, 9 Minuten)

"Rassismus auf gut Deutsch" - Kritische Intervention im Bereich Sprachgewalt

Vortrag Prof.in Dr. Antje Lann Hornscheidt, Berlin (29. November 2010)

Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterforschung, Humboldt - Universität Berlin

 

Sprache ist kein neutrales, passives Medium, mit dem gesellschaftliche Wirklichkeiten objektiv abgebildet werden. Stattdessen stellt Sprache, hier verstanden als Sprachhandlung, je nach Wortwahl unterschiedliche Sichtweisen und Wirklichkeitsvorstellungen aktiv her.

Auch wenn die diskriminierende Wirkung von Sprache in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf Schimpfwörter beschränkt wird, kommt sprachliche Diskriminierung tatsächlich aber in verschiedenen Weisen weit häufiger vor, als es zunächst erscheint. Während manche Begriffe zu einem bestimmten Zeitpunkt in jeder Verwendung rassistisch sind, werden andere erst durch den Kontext und die Art ihrer Verwendung rassistisch. Der Vortrag trägt dazu bei, un- bzw. unterbewussten oder gut gemeinten Rassismus in alltäglichen Sprachpraktiken mit konkreten Beispielen aufzuzeigen, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie und wodurch Rassismus sprachlich re_produziert wird - und welche Alternativen es gibt. Im Sinne eines Ansatzes von Trans- bzw. Interdependenz sind Rassismus und Sexismus immer zusammenzudenken; Rassismusanalysen stellen einen bedeutenden Teil der Gender Studies darf.

Prof.in Dr. Antje Lann Hornscheidt ist seit 2006 Professorin für Gender Studies und Sprachanalyse an der Humboldt - Universität Berlin, Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterforschung. Zuvor war sie Professorin für Schwedische Sprache an der Hochschule Södertörn in Örebro, Uppsala, Lund und Graz.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 56 Minuten)

"Geschlechterwissen als Körperwissen - Somatische Kulturen der Geschlechterdifferenz"

Vortrag PD Dr. Michael Meuser, Dortmund (18. Mai 2009)

Institut für Soziologie, Technische Universität Dortmund

 

Der Vortrag befasst sich mit der Frage, wie sich die Geschlechterordnung in die vergeschlechtlichten Körper einschreibt. Die somatischen Kulturen der Geschlechterdifferenz werden in drei Dimensionen erläutert: 1. die kulturelle Formung und Disziplinierung des Körpers, 2. der Körper als Zeichenträger, durch den kollektive Identitäten symbolisiert werden, 3. der Körper als Agens einer vortheoretischen Aneignung und praktischen Erkenntnis der sozialen Welt, mittels derer grundlegende geschlechtliche Struktur- und Ordnungsprinzipien erworben und inkorporiert werden.

 

Professor Michael Meuser lehrt seit 2007 an der Technischen Universität Dortmund.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 57 Minuten)

"Im Keller des Heiligtums: Genderwissen über Konsum"

Vortrag PD Dr.in Gabriele Sorgo, Wien (16. März 2009)

Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Graz und Innsbruck, Institut für Kulturgeschichte, Universität Wien

 

In ihrem Vortrag entwirft Gabriele Sorgo eine historischanthropologische Skizze der Entstehung des Einkaufens als geschlechtsspezifische Tätigkeit. Dafür gräbt sie im Keller des geheiligten Begriffs der "Produktion", um die dort nach wie vor tragenden Weiblichkeitsmythen als Fundamente der Warenkultur sichtbar werden zu lassen.

Gabriele Sorgo lehrt pädagogische Anthropologie an den Instituten für Erziehungswissenschaft der Universitäten Graz und Innsbruck sowie Kulturgeschichte an der Universität Wien.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 57 Minuten)

"Der Cyberspace als neuer WissensRaum"

Vortrag Prof.in DDr. Christina Schachtner, Klagenfurt (19. Jänner 2009)

Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt


Dieser Vortrag befasst sich mit der Bedeutung von Wissen in der Gegenwartsgesellschaft allgemein und mit dem "Cyberwissen" im Besonderen und verknüpft diese Analyse mit dem Genderdiskurs.

Christine Schachtner ist Universitätsprofessorin für Medienwissenschaft und Institutsvorständin am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Arbeitsbereich Neue Medien - Technik - Kultur an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 60 Minuten)

"Akademischer Feminismus. Zur Soziologie einer umstrittenen Wissensformation"

Vortrag PD Dr.in Sabine Hark, Köln (17. November 2008)

Institut für vergleichende Bildungs- und Sozialforschung, Universität Köln

 

In ihrem Vortrag spricht Sabine Hark über die Gender Studies als akademisch gewordener Feminismus und stellt die Frage nach der sozialen Organisation der Gender Studies als Wissenschaft sowie nach ihrem gesellschaftlichen Veränderungspotential.

Sabine Hark, PD Dr.in phil., Diplomsoziologin, ist derzeit Vertretungsprofessorin für Genderforschung am Institut für vergleichende Bildungs- und Sozialforschung der Universität Köln.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 1 Stunde, 10 Minuten)

"Was ist dran am kleinen Unterschied?"

Vortrag HD Dr.in Sigrid Schmitz (25. Jänner 2008)

Institut für Informatik und Gesellschaft/Kompetenzforum (gin), Universität Freiburg

 

Die Naturwissenschaft hat festgestellt... Mit dieser Begründung werden immer noch Geschlechterunterschiede in Verhalten, Fähigkeiten und Einstellungen auf biologische Grundlagen zurückgeführt. In den Genen, den Hormonen oder dem Gehirn seien die Ursachen dieser Unterschiede festgelegt. unser Verhalten als Frau oder Mann sei in der Evolution entstanden und bis heute durch die Biologie vorbestimmt.

Die Ansätze der Gender Studies bieten die Möglichkeit, diese scheinbar unangreifbaren Argumentationen kritisch zu hinterfragen und die angebliche Eindeutigkeit der Geschlechterunterschiede aufzubrechen. Frau HD Dr.in Schmitz möchte an Beispielen aus der Hirnforschung, der Evolutionsforschung und der Hormonforschung einige Methoden der Gender Studies vermitteln, mit denen dann Texte der Populärwissenschaft und der Naturwissenschaft selber analysiert werden können.

Sigrid Schmitz arbeitet seit Oktober 1999 am Institut für Informatik und der Gesellschaft der Universität Freiburg zu Geschlechteraspekten in der Hirnforschung. Seit Oktober 2002 ist sie Hochschuldozentin zur "Mediatisierung der Naturwissenschaften und Genderforschung".

 

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ZUM VORTRAG (ca. 56 Minuten)

"Kolonialisierte Körper. Zum kolonialen Afrikadiskurs deutschsprachiger Autorinnen"

Vortrag Dr.in Alexandra Strohmaier, MA (17. Dezember 2007)

Institut für Germanistik, Uni Graz

 

Unter Referenz auf Positionen der Diskurstheorie Foucaultscher Provenienz und der postkolonialen (Geschlechter)Theorie widmet sich der Vortrag dem kolonialen Afrikadiskurs-Autobiographien, Tagebüchern, Siedlungsromanen, Kolonial(kriegs)romanen deutschsprachiger Autorinnen um 1900. Dabei werden zum einen die (nicht nur diskursiven) Praktiken aufgezeigt, durch die deutsche Frauen am Projekt des Kolonialismus partizipierten, zum anderen werden die Ambivalenzen und Widersprüche konturiert, wie sie mitunter aus der ambivalenten Position der weißen Frauen im kolonialen Kontext als das "unterlegene" Geschlecht der "überlegenen" Rasse" (Frances Gouda) resultierten und sich auch in den diskursiven Konstruktionen des Körpers, den Formen seiner Sexualisierung und Rassialisierung niederschlugen.

Alexandra Strohmaier ist seit 2003 Lehrbeauftragte für Neuere deutsche Literatur am Institut für Germanistik sowie Lehrbeauftragte im Rahmen der interfakultären Lehre zur Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Graz.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 50 Minuten)

"Frauen in Japan im Dilemma"

Vortrag Prof.in Dr. Roswith Roth, Graz (19. November 2007)

Institut für Psychologie, Uni Graz

 

Mehr noch als die Männer in Japan bekommen die Frauen den Spagat zwischen Tradition und rasantem Fortschritt, zwischen herkömmlicher Lebensweise und technisiertem Leistungsdruck unterworfener Realität zu spüren. Im Rahmen der Japan-Diskurse (Nihonjinron) werden seit Mitte der 1980er Jahre die Internationalisierung Japans diskutiert und die Schattenseiten der japanischen Wirtschaft und Gesellschaft kritisiert.

Roswith Roth war die Leiterin der Koordinationsstelle für Frauenforschung und Frauenförderung von 1993 - 1999, Leiterin des Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen von 1994 - 2006, Leiterin der ARGE Universitätsfrauen von 2003 - 2006, Leiterin der Arbeitsgruppe für Gesundheitspsychologie und Geschlechterforschung am Institut für Psychologie, Universität Graz seit 2000.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 56 Minuten)

"Okzidentalität, Geschlecht und Sexualpolitik"

Vortrag Dr.in Gabriele Dietze, Berlin (25. Juni 2007)

Aigner-Rollett-Gastprofessorin im SS 2007

 

Der Vortrag beschäftigt sich unter dem Stichwort "Kritischer Okzidentalismus" mit der Konstruktion einer neuen "Abendländischkeit" am "orientalischen Anderen". Diese "Fremdenfeindlichkeiten" arbeiten mit Geschlechterbildern wie dem "orientalischen Patriarchat" und der imaginierten Unfreiheit der Muslima. In diesem Zusammenhang soll Geschlecht als interdependente Kategorie mit Ethnie/"Rasse", Klasse/Schicht, Sexualität und Religion/Lokalität betrachtet werden.

 

Gabriele Dietze ist seit 1999 zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik und Amerikanistik und dann Gastprofessorin für Kulturwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin und Aigner-Rollett-Gastprofessorin in Graz. Seit 1997 lehrt sie darüber hinaus im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 49 Minuten)

"Das Andere, das Umgebung schafft"

Vortrag Prof.in Dr. Elisabeth Katschnig-Fasch, Graz (18. Juni 2007)

Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie, Uni Graz

 

Der Vortrag thematisiert und diskutiert unterschieldiche Zugänge zum "Leben der Anderen", Wege und Positionen, welche allesamt die Krise der Humanwissenschaft rund um Macht, Subjektivität und Repräsentation zu überwinden versprechen. Dialog, Reflexion, feministische Anthropologie und Ethnopsychoanalyse. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, welche Rolle dabei die Geschlechtszugehörigkeit von Forschenden wie Erforschten spielt.

Elisabeth Katschnig-Fasch war ab 1996 Professorin am Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Universität Graz, Gastprofessorin am Institut für Kulturanthropologie in Frankfurt am Main und an der Universität Wien.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 1 Stunde, 3 Minuten)

"Mitgemeint?" Ist Sprache Gender diskriminierend, sind es die SprecherInnen oder ist es die Wirklichkeit?"

Gastvortrag Prof.in Dr. Antje Hornscheidt, Berlin (4. Juni 2007)

Humboldt-Universität Berlin

 

In diesem Vortrag werden die Hauptlinien der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion zum Thema "Sprache und Geschlecht" nachgezeichnet und hinsichtlich hinter ihnen liegender Normalvorstellungen von Sprache, Diskriminierung und Gender kommentiert. Frau Prof.in Hornscheidt stellt Untersuchungsergebnisse und den aktuellen Forschungsstand in Bezug auf konkrete und strukturierte Sprachveränderungsvorschläge im deutschsprachigen Raum dar. Ausgehend davon entwickelt sie Thesen, inwiefern Sprache, SprecherInnen, Wirklichkeit und Diskriminierung zusammenhängen.

Antja Hornscheidt ist seit 2006 Professorin für Geschlechterstudien und skandinavistischen Linguistik an der Humboldt-Universität Berlin. Zuvor war sie Professorin für Schwedische Sprache an der Hochschule Södertörn in Stockholm und Gastprofessorin in Örebro und Graz.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 26 Minuten)

"Die Bibel und die Frauen - ein internationales Forschungsprojekt"

Vortrag Prof.in Dr. Irmtraud Fischer, Graz (21. Mai 2007)

Institut für Alttestamentliche Bibelwissenschaft, Uni Graz

 

Um Gender-Forschung in einem Fachgebiet einem breiteren Kreis und anderen Disziplinen verständlich zu machen, wird hier ein typisches Beispiel präsentiert. Die Referentin ist die Initiatorin des internationalen und interdisziplinären Forschungsprojektes "Die Bibel und die Frauen. Eine exegetische und kulturgeschichtliche Enzyklopädie." Es umfasst 20 Bände in vier Sprachen und wird von Frau Fischer gemeinsam mit Mercedes Navarro; Sevilla, Adriana Valerio; Neapel und Jorunn Okland; Oslau herausgegeben. Das Projekt ist dem Forschungsansatz der "cultural studies" verpflichtet.

 

Irmtraud Fischer war von 1997 - 2004 ordentliche Professorin für "Altes Testament und Theologische Frauenforschung" an der Kath. Theol. Fakultät Bonn, seit 2004 ist sie Professorin für Alttestamentliche Bibelwissenschaften an der Kath. - Theol. Fakultät der Universität Graz.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 45 Minuten)

"Ambivalente Position/ierung/en: Deutschnationalismus und Geschlecht um 1900"

Vortrag Dr.in Heidrun Zettelbauer, Graz (16.April 2007)

Institut für Zeitgeschichte, Uni Graz

 

Im Rahmen des Vortrags wird einerseits den theoretischen Verflechtungen von Geschlecht und Nation im Rahmen aktueller Debatten der Gender Studies nachgegangen. Andererseits werden die skizzierten Konzepte "an der Arbeit" gezeigt und- am Beispiel des deutschnational-völkischen Milieus der Habsburger-Monarchie - jene Identitätsstifungs-(an)gebote analysiert, welche explizit auf eine Mobilisierung von Frauen und Mädchen abzielten.

Heidrun Zettelbauer ist Inhaberin einer Hertha-Firnberg-Stelle am Institut für Geschichte - Zeitgeschichte der Universität Graz und seit 1998 Universitätslektorin an der Universität Graz.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 45 Minuten)

"Privatisiert. Geschlechterimplikationen neoliberaler Gouvernementalität"

Vortrag MMag.a Dr. Gabriele Michalitsch, Wien (16. Jänner 2007)

Aigner-Rollett-Gastprofessorin im WS 2006/07

 

Neoliberalismus bezeichnet einen umfassenden, auf ökonomischer Selbstregulierung durch den Markt basierenden gesellschaftlichen Ordnungs- und Entwicklungsentwurf.

Gabriele Michalitsch erörtert in diesem Vortrag Geschlechterimplikationen der theoretischen Hintergründe des Neoliberalismus. Darüber hinaus gibt sie Beispiele für geschlechtsspezifische Effekte neoliberaler Praktiken.

Gabriele Michalitsch studierte Politikwissenschaft sowie Volkswirtschaftslehre in Wien; anschließend absolvierte sie ein Post-graduate-Studium der Politikwissenschaft am Institut für Höhere Studien in Wien.

 

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ZUM VORTRAG (ca. 45 Minuten)

"Menschenrechtsaktivismus von und für Frauen"

Vortrag Dr.in Brita Neuhold, Wien (23. Jänner 2003)

Aigner-Rollett-Gastprofessorin im WS 2000/01

 

In ihrem Vortrag gibt Brita Neuhold einen Einblick in die Zusammenhänge von Staat, politik, Recht und Geschlechterordnung. Außerdem beleuchtet sie eingehend, wie die Geschlechterordnung in Institutionen eingebettet ist, ob bzw. welche politischen Rahmenbedingungen gelten, oder ob es dabei eigentlich immer nur um Macht geht...

Brita Neuhold lehrte an der Universität Wien im Institut für Politikwissenschaften und an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Graz.

 

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