In den letzten Jahren ist es in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu spürbaren Verbesserungen für trans und nicht-binäre Personen gekommen. So erkennen inzwischen Österreich und viele andere Staaten in Europa neben männlich und weiblich auch andere Geschlechtseinträge an, und auch All-Gender-WCs sind an einigen Orten des öffentlichen Lebens zu finden. Im Sport jedoch ist der Umgang mit Geschlechtervielfalt nach wie vor ein umkämpftes Terrain. Selbst im Universitäts- und Breitensport bleiben die Normen der Zweigeschlechtlichkeit und Geschlechterstereotypen häufig unhinterfragt und werden so (un)bewusst reproduziert. Wie kann es vor diesem Hintergrund gelingen, eine sichere und wertschätzende sportliche Betätigung für Menschen aller Geschlechter zu ermöglichen? Diese Veranstaltung widmet sich diesem Thema, ausgehend von einem Fachvortrag von Jannis Ruhnau (er/ihm) von der Universität Bielefeld mit dem Titel „Bodyshaping, Self-Care und Empowerment – trans, nicht-binäre und genderqueere Perspektiven im Kraftsport“, welcher die Herausforderungen im Zusammenhang mit und die Bedeutsamkeit von sportlicher Betätigung für trans und nicht-binäre Personen am Beispiel des Kraftsports wissenschaftlich einordnet und beleuchtet. Auf Basis dieses Vortrags und der anschließenden Podiumsdiskussion mit Expert*innen und einem Rahmenprogramm gehen wir der Frage nach, was Universitäten, Sportverbände und -vereine tun können, um trans und nicht-binäre Personen sportliche Teilhabe zu ermöglichen und welchen Beitrag dies zur Lebensqualität dieser Personen leisten kann.
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