Das Interventionspaket umfasste drei Komponente:
Um die Frauenanteile auf höheren Hierarchieebenen an der Universität Graz zu erhöhen, insbesondere in Instituts- und Fakultätsleitungen, startete die Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung im Herbst 2020 das Interventionspaket “Führungskräfteentwicklung”, welches insgesamt drei Komponenten umfasste:
- Perspektivenentwicklung für Leitungsaufgaben: ein Programm, das systematisch und individuell-bedarfsgerecht Kompetenzen verfügbar macht und den Zugang zu relevanten Informationen und beruflichen Netzwerken öffnet. Angeboten wurden Seminare, Workshops, Coaching und Round-Table-Gespräche,
- Entwicklung eines Modells zur Kompensation von überdurchschnittlichem Engagement in Gremien und Funktionen und
- die Durchführung eines partizipativen Prozesses zum Thema Rekrutierungsweisen und Aufgabenspektrum von Fakultätsleitungen.
Mit dem Modell zur Kompensation von überdurchschnittlichem Engagement in Gremien und Funktionen wurde 2023 die letzte Komponente des Interventionspakets erfolgreich abgeschlossen.
Genauere Informationen zu den drei Komponenten:
Seminare, Workshops, Coaching und Round-Table-Gespräche
Vortrag:
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Abschlussveranstaltung „Sichtbarkeit managen“ am 14. Juni 2022 Impulse von Dr.in Tanja Paulitz und informeller Austausch; Dr.in Tanja Paulitz ( Professorin am Institut für Soziologie an der TU Darmstadt) erforschte zuletzt gemeinsam mit Leonie Wagner (HAWK Holzminden) im Rahmen der Studie ‚Jenseits der Gläsernen Decke – Professorinnen zwischen Anerkennung und Marginalisierung‘ die kulturellen und häufig informellen Praktiken von Anerkennung oder auch Marginalisierung im wissenschaftlichen Alltag. 2022 erschien die dazugehörige Handreichung für Hochschul- und Gleichstellungspolitik.
Coachings
Einzelcoachings sind ein speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes, individuelles berufsbegleitendes Unterstützungsangebot zur Reflexion und Verbesserung der beruflichen Praxis sowie zur Vorbereitung auf und Strategieentwicklung für Ihre neuen Positionen und Aufgaben.
Liste unserer empfohlenen Coach*innen
Mehr zum Procedere.
Gratifikation für überproportionale Gremienarbeit von Frauen
Eine Folge der Unterrepräsentation von Frauen in höheren Hierarchieebenen der Universität ist, dass sich viele Frauen stärker als die männlichen Kollegen in die paritätisch zu besetzenden Kommissionen und Gremien der Universität einbringen. Dies ist angesichts der großen Bedeutung der Einbindung von Frauen in universitäre Entscheidungsprozesse notwendig.
Im Rahmen des abgeschlossenen Pilotprojekts „Kompensationsmodell – Gratifikation für überproportionale Gremienarbeit und Funktionsübernamen von Frauen“ wurde 2023 festgestellt, dass insbesondere Mitglieder des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen (AKGL) übermäßig durch Gremienarbeit belastet sind. Aus diesem Grund wurde 2025 ein kompensatorischer Ausgleich für diesen Personenkreis beschlossen.
In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Beteiligten wurden ein Vorschlag für eine strukturierte Vorgehensweise und ein Anforderungsprofil für Funktionen in der Fakultätsleitung entwickelt und vom Rektor den Dekanen vorgelegt.
partizipativen Prozesses zum Thema Rekrutierungsweisen und Aufgabenspektrum von Fakultätsleitungen