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„AUFFRISCHUNG : GENDERTHEORIEN“

Auffrischung Gendertheorien am 14.4.2016

Ein gelungenes Angebot an Interessierte (Praktikerinnen) mit Basiswissen zum Bereich Gender. Sie erhielten eine gut verständliche Auffrischung über aktuelle wissenschaftliche Gendertheorien und Forschungsergebnisse.

 

 

Gouvernementalität, Biopolitik, New Materialism, Affectstudies? Was steckt hinter diesen Begriffen? Wie sieht der aktuelle Genderdiskurs in den digitalen Medien aus?

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe der Koordinationsstelle für Geschlechterforschung erhielten Interessierte mit Basiswissen zum Bereich Gender eine gut verständliche Auffrischung über aktuelle wissenschaftliche Gendertheorien und Forschungsergebnisse.

Wir gestalteten die Reihe so, dass Verständlichkeit im Zentrum steht und Fragen ausreichend Raum gewidmet wurde.

 

Zielgruppe: Interessierte mit Gender-Basiswissen

Einleitung und Moderation: Dr.in Ingrid Franthal und Dr.in Barbara Hey, MBA, Universität Graz

 

Programm im Sommersemester 2016:

 

Donnerstag, 10. März 2016, 9.30 – 11.30 Uhr mit Prof.in Dr. Sigrid Schmitz

Biopolitik und Gouvernementalität unter Genderperspektive

 

Donnerstag, 14. April 2016, 9.30 – 11.30 Uhr, mit Dr.in Ricarda Drüeke

(Anti-)Feminismus im Social Web

 Zur Aufnahme im Multimedia-Archiv


Donnerstag, 19. Mai 2016, 9.30 – 11.30 Uhr, mit Mag. Dr.in Waltraud Ernst

New Materialism – neue Gendertheorien? Was sind die Implikationen für die feministische Praxis?

 

Donnerstag, 9. Juni 2016, 9.30 – 11.30 Uhr, mit Dr.in Brigitte Bargetz

Affekte als Stoff queer-feministischer Theorien

Programm - download 

Eine Veranstaltung der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung der Universität Graz.

Beschreibung der Themen: 

Donnerstag, 10. März 2016, Biopolitik und Gouvernementalität unter Genderperspektive 

In ihrem Vortrag stellt Sigrid Schmitz, Gastprofessorin Gender NAWI Graz, Grundlagen zur Entwicklung biopolitischer Regimes und gouvernementaler Regierungsführung (Michel Foucault) vor und beleuchtet die Auswirkungen dieser Regierungsformen in der heutigen Leistungsgesellschaft unter geschlechterbezogener und intersektionaler Perspektive. Welche rassistischen, klassizistischen und sexualisierten Zuschreibungen und Verkörperungen bestimmen weiterhin die heute scheinbar so egalitären westlichen Gesellschaftssysteme und bedingen Ein- und Ausschlüsse? An Beispielen von Technologien zur unterstützten Reproduktion und zum „Social Freezing“ einerseits (für „weiße, westlich-zivilisierte“ Frauen) und der Leihmutterschaft, Eizellspende, Verrohstofflichung menschlicher Keimzellen andererseits (von Frauen des globalen Südens und Ostens) werden feministische und postkoloniale Analysen zu solchen machtvollen biopolitischen und bioökonomischen Diskursen aufgezeigt.

 

Donnerstag, 14. April 2016, (Anti-)Feminismus im Social Web 

Ricarda Drüeke, Postdoc am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, zeigt, wie feministische Bewegungen und feministische Protestformen sich seit dem Beginn der Frauenbewegung vielfältiger Medien bedient haben. Mit dem Internet bzw. dem Social Web sind weitere Formen und Plattformen für politischen Aktivismus entstanden. So wurde beispielsweise mit Hilfe des Hashtags #aufschrei über Twitter sexuelle Belästigung und Gewalt thematisiert und damit eine breite mediale Debatte über feministische Protestartikulationen im Internet in Gang gesetzt. Auch aktuell werden mit dem Hashtag #ausnahmslos feministische Protestartikulationen sichtbar und damit die Debatte über die sexuellen Übergriffe in Köln um feministische Positionen erweitert. Gleichzeitig zeigt sich in zahlreichen Gegenreaktionen wie umkämpft Themen sind, die Feminismus bzw. Geschlechterverhältnisse betreffen. Gerade im Social Web werden feministische und geschlechterpolitische Positionen sowie deren Protagonist_innen delegitimiert und angegriffen. Anhand des Beispiels von antisexistischen Hashtags wie #aufschrei und #ausnahmslos werden gegenwärtige Formen feministischer Protestartikulationen und deren Chancen eines Empowerment aufgezeigt, gleichzeitig wird anhand von Debatten auf antifeministischen Social Media-Plattformen und Internetseiten die Ambivalenzen des Internets verdeutlicht: Als vermachteter Raum mit antifeministischen Angriffen auf der einen Seite, der jedoch auf der anderen Seite auch Nischen bereitstellt, in denen sich neue Kommunikationsformen etablieren sowie gesellschaftliche Verhältnisse reflektiert und umgedeutet werden können

 

Donnerstag, 19. Mai 2016, New Materialism – neue Gendertheorien? Was sind die Implikationen für die feministische Praxis? 

In ihrem Vortrag stellt Waltraud Ernst, Universitätsassistentin am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Linz, verschiedene Ansätze des „New Materialism“ vor. Diese Ansätze werden auf ihre Implikationen für die Geschlechterforschung und die feministische Praxis hin untersucht. Unter „New Materialism“ werden Ansätze verstanden, die das Materielle auf neue Weise thematisieren und ins Zentrum der Debatte rücken. Die Fokussierung des Körperlichen, der ökonomischen Lebensbedingungen, des Organischen und des Anorganischen steht dabei nicht mehr dem Rationalen, dem Sozialen oder dem Abstrakten gegenüber, sondern wird als interaktives (oder „intra-aktives“) Element in einer vielfältig verwobenen, interdependenten Welt betrachtet.

 

Donnerstag, 9. Juni 2016, Affekte als Stoff queer-feministischer Theorien 

Brigitte Bargetz, Universitätsassistentin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, spricht über den sogenannten ‚affective turn‘ (Clough/Halley 2007), von dem seit nunmehr einigen Jahren die Rede ist. ‚Affective turn‘ geistert quer durch die Disziplinen und hat Sozial- und Geisteswissenschaften ebenso erfasst wie Medien- und Kulturwissenschaften. Nicht zuletzt spielen Affekte in den Queer, Gender und Postcolonial Studies aktuell eine bedeutsame Rolle, um Ungleichheitsverhältnisse zu erfassen und emanzipatorische Perspektiven zu entwickeln. In ihrem Beitrag werden einige aktuelle Ansätze in diesem Zusammenhang skizziert und in den Kontext jener feministischen Debatten seit den 1970er Jahren gestellt, die nicht zuletzt mit dem Slogan „Das Persönliche ist politisch!“ auch das Politische von Gefühlen in Politik und Wissenschaft sichtbar gemacht haben.

 

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