Geschlechterstudien

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Vorträge, Workshops und Präsentationen

Hier sehen Sie unser Veranstaltungsangebot zum Thema Geschlechterstudien. 

 

 

 

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Diese Veranstaltungsreihe versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus dem Bereich der Gender Studies und bietet eine Plattform für den Austausch mit Fachleuten und interessierter Öffentlichkeit. Die Präsentation herausragender Abschlussarbeiten der Genderforschung  erlaubt einen Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten ambitionierter NachwuchswissenschafterInnen der Universität Graz.
Zielsetzungen:
Sichtbarkeit für herausragende Abschlussarbeiten
Diskussionsforum für wiss. Nachwuchs / AbsolventInnen der Gender Studies

 

 

Letzte Veranstaltung: 

 

M.A. Kathrin A. N. Jarz, BA:    "VON ANDEREN SELBSTBESTIMMT - GEHÖRT MEIN BAUCH NOCH MIR?"

Zeugung, Schwangerschaft und Geburt im Kontext aktueller medizinischer Technologie.

(Begutachterin: Ao.Univ.-Prof. Dr. Karin M. Schmidlechner-Lienhart, Institut für Geschichte)

 

Die geschlechtliche Reproduktion sowie die Geburt sind wissenschaftlich-technisierte, rationalisierte und ökonomische Prozesse der postmodernen Gesellschaft.

Der (schwangere) Körper ist dabei die zentrale Voraussetzung für den wissenschaftlichen und medizinischen Zugriff, er ist Schnittstelle moderner Techniken der Reproduktion, Entscheidungsort über Leben und Tod von „beeinträchtigten“ Ungeborenen und pathologisiertes Objekt in der Medizin.

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit dem kulturellen Wandel von Zeugung, Schwangerschaft und Geburt im Kontext des Neoliberalismus und zunehmender Technologisierung. Der (schwangere) Körper wird als kulturell geprägte Variable verstanden und es wird davon ausgegangen, dass sich gesellschaftliche Haltungen im Körper der schwangeren Frau und im Akt der Zeugung und Geburt abbilden. Ausgehend von dieser Prämisse werden aktuelle Denkfiguren zu „Social Freezing“, Eizellhandel, assistierter Reproduktion, Präimplantations- und Pränataldiagnostik, Schwangerschaftsabbruch, Klinikgeburt und Sectioentbindung anhand diskursanalytischer Untersuchungen von Webauftritten österreichischer Institutionen zu Gravidität und Geburt dargelegt.

Die Denkfiguren veranschaulichen den Wandel von einer medizinischen Autorität zu einer scheinbar selbstbestimmten (schwangeren) Frau. Michel Foucault führt dazu an, wie die Disziplinarmacht den weiblichen Körper gefügig und nützlich macht, ohne dabei den Körper als Besitz zu betrachten und auf ein gewaltsames Verhältnis zurückzugreifen. In dieser Weise verwaltet, kontrolliert und optimiert die Frau ihren schwangeren Körper im eigenen Interesse. In einer neoliberalen Logik trägt dabei die Verantwortung für die Konsequenzen ihres Handelns gleichzeitig sie selbst.

Die Implikationen, die sich durch die Anwendung neuer Technologien für die Frauen sowie für die Gesellschaft ergeben, erweisen sich weitgehend als diskursive Leerstellen. Diese betreffen vor allem das Problemfeld des Aborts nach pränataldiagnostischem Befund, asymmetrische Machtverhältnisse zwischen der Eizellspenderin und -empfängerin, eugenische und rassistische Implikationen der Pränatal-und Präimplantationsdiagnostik, den Fetozid sowie den Femizid. Die Anwendung der Technologien konzipiert zudem einen extra-uterinen Cyborg Fötus, durch welchen die Einheit von der Schwangeren und dem Fötus in eine Zweiheit transferiert wird.

Videoaufnahme des Vortrags
Die Masterarbeit von Kathrin Jarz ist in der Universitätsbibliothek entlehnbar.

Programm
Zeit: Montag 18. April 2016, 17-19 Uhr 

Dies ist eine Veranstaltung der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung der Universität Graz, des Instituts für Soziologie - Forschungsschwerpunkt Geschlechtersoziologie der Universität Graz, sowie des IFZ - Grazer Standort des Instituts für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

 

 

 

 

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Gender Studies-Workshops

Serie unterschiedlicher Workshop-Angebote zu Themen der Frauen- und Geschlechterforschung, die vom Studienangebot nicht abgedeckt werden. Gegenstand dieser Reihe sind forschungs- und berufspraxisnahe Themen wie Recherche-Skills, Statistik, Basics wissenschaftliches Schreiben u.v.m.

 

Nächster Workshop:   

Wandel der Arbeitswelten. Wandel der Geschlechterverhältnisse. Eigene Positionen und Möglichkeiten.
Der Erwerbsarbeitsmarkt ist in Bewegung. Und wir bewegen uns mit ihm. Welche Trends kennzeichnen gegenwärtige Entwicklungen am Arbeitsmarkt? Welche Arbeitsformen erodieren und welche alternativen Modelle haben sich mittlerweile etabliert? Was hat es mit der ‚Prekarität‘ auf sich und wer ist davon betroffen? Ist eine zufriedenstellende Work-Life-Balance überhaupt realisierbar wenn die Erwerbsarbeit zunehmend ‚entgrenzt‘.

In diesem Workshop findet eine Auseinandersetzung mit Arbeit, Arbeitsteilung und Geschlecht statt. Dabei stellt sich die Frage nach der eigenen Position. Wer oder was erwartet mich nach der universitären Ausbildung? Auf welche Rahmenbedingungen muss ich mich einstellen?
Mehr Informationen

Leitung: Mag.a Elli Scambor, Institut für Männer- und Geschlechterforschung im Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark & GenderWerkstätte
Zielgruppe: Master-Studierende, NachwuchswissenschafterInnen auf Fluktuations- und Drittmittelstellen und AbsolventInnen, die sich für die aktuellen Arbeitsverhältnisse interessieren. 

Zeit: Donnerstag 12. Jänner 2017, ganztägig
Ort: Universität Graz,  UNI for LIFE, Beethovenstraße 9, 8010 Graz, SR 37.11
Anmeldung: Ilse Wieser, ilse.wieser(at)uni-graz.at
Kostenloser Workshop!

Eine Veranstaltung der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung in Kooperation mit UNI for LIFE der Universität Graz.

 

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Gastvorträge

Mit regelmäßigen Gastvorträgen bringen wir über das Lehrveranstaltungsangebot hinaus aktuelle Debatten und renommierte ForscherInnen der Geschlechterstudien nach Graz. Die Vorträge werden im Regelfall mitgeschnitten und stehen im Multi-Media-Archiv zum Download zur Verfügung.
Die Aigner-Rollett-Gastprofessur ist eine Professur zum Themenbereich Frauen- und Geschlechterforschung. Sie wird im Rotationsverfahren von allen Fakultäten der Karl-Franzens-Universität Graz, der Technischen Universität Graz und der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in Kooperation mit der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung der Universität Graz besetzt. Mehr zur Aigner-Rollett Gastprofessur

Nächster Vortrag von Prof. Sybille Bauriedl: Dienstag 4. April 2017


Letzter Vortrag:

Prof.in Dr. Hande Birkalan-Gedik, Goethe Universität Frankfurt, Institut für Soziologie
MASCULINITY AND FATHERHOOD AMONG MEN WITH TURKISH MIGRATION HISTORY IN GERMANY.
Dienstag 7. Juni 2016, 16-17 Uhr

Since the ground-breaking study of Raewyn Connell, a plurality of masculinity studies has burgeoned in the field of men´s studies. In the last three decades, the abundance in this area also included studies on masculinities and fatherhood, mostly focusing on different fathers and fathering practices. Rarely, however, fatherhood and masculinities were considered from the angle of religion, in our case, Islam. I will present parts of my ethnographic research I conducted in 2014-2015 (funded by TUBITAK 2219 Program) in Rhein-Main Region in Germany. I mainly rely upon and extract data from my research, where I have worked with fathers with a migration history from Turkey.

I aim to establishing an idea of fatherhood in relation to the manly habitus, which is characterized by a number of social divisions or inclusions and exclusions, all of which are widely framed in a framework of intersectionality. Considered as such, Islam and the representation of “migrant man” and “migrant masculinity” will be important aspects of this presentation. I will evaluate concepts such as “migrant”, “muslim” and “man” and will show new perspectives on religion, particularly on Islam, since a great deal of my informants also embodied a religious habitus of their own in their fatherhood practices. 


Detailliertes Programm
Zeit
: Dienstag, 7. Juni 2016, 16-17 Uhr Uhr
Ort: Resowi-Zentrum der Universität Graz, Universitätsstraße 15, SZ 15.22, Bauteil G, 2. Stock, Eingang Schubertstraße
 

Eine Veranstaltung der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung mit dem Vizerektorat für Gleichstellung der Universität Graz 

 

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Kontakt

Koordinationsstelle für Geschlechterstudien
Beethovenstraße 198010 Graz

Ilse Wieser
+43 (0)316 380 - 1020
+43 (0)316 380 - 9010

Mo - Fr 9:00 - 13:00

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